Posted by : Rose-Marie Riedl Donnerstag, 16. Oktober 2014



Den Rosensee meide ich beim täglichen Spaziergang seit Monaten. Aufgefallen ist mir das allerdings erst, als mich Fr. Münderlein, Voluntärin bei der Pforzheimer Zeitung kontaktiert hat. Wie der Status am Rosensee sei, hat sie mich gefragt. "Es ist das Grauen" habe ich erwidert. Hui eine ziemliche unbedachte Äußerung für einen berufsbedingten Medienprofi. Aber der Ausspruch kommt von Herzen. Denn zu sehr tut es mir weh zu sehen, wie die Bagger das idyllische Gewässer mit allerlei Material vom örtlichen Recyclinghof aufschütten.

Am Ende sollen von der ehemaligen Tiefe von 7m noch rund 1,20m übrigbleiben. Laut Gemeinde soll so verhindert werden, dass im Rosensee jemand ertrinkt. Aus berufener Quelle weiß ich, dass man auch in einer Pfütze von 2cm ertrinken kann - alles eine Frage der sonstigen Umstände. Aber sei es drum - das Regierungspräsidium sieht in der teilweisen Aufschüttung auf Nachfrage keine Einschränkung für die Flora und Fauna. Im Gegenteil - Reptilien lieben seichtere Gewässer! Okay das kann ich nachvollziehen, das Wasser ist dann ja auch kuschelig warm. Gleichzeitig spült die Aktion ja auch Geld in die Gemeindekasse - wie viel wohl? Apropos spülen - ob das Getier im nunmehr überaus seichten See auch die Düngemittel, Herbizide und Pestizide zu goutieren weiß, die mit dem Wasser in den See gespült werden könnten. Denn dafür, dass der See auch im Sommer trotz geringerem Volumen nicht austrocknet, soll die Entwässerung der um- bzw. höherliegenden Äcker (z. T. 1,50m über Seeniveau) sorgen. Wenn die nicht gerade biologisch-dynamisch bearbeitet werden ist davon ja fast zwangsläufig auszugehen. Zusammen mit etwaigen Schadstoffen im Schüttgut könnte das eine interessante Mischung ergeben.

Die Untersuchung einer Wasserprobe würde mich schon reizen...Sehr vorausschauend von der Gemeinde also, dass der Zaun um das Gelände jedem Atomkraftwerk Ehre machen würde. Status am Rosensee im Herbst 2014 also: Bürger und Wildschweine müssen draußen bleiben - wasserlösliche Substanzen aller Art und damit blühende Algenlandschaften sind herzlich willkommen!

PS Und dank der aktuellen Berichterstattung der Pforzheimer Zeitung erhalte ich Besuch von einem Besitzer der Grundstücke am Rosensee. Dabei kommen allerhand interessante Dinge ans Licht - aber da möchte ich Fr. Münderlein beim besten Willen nicht vorgreifen:)

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