Posted by : Rose-Marie Riedl Donnerstag, 8. August 2013


"Einst vom Landratsamt als hochwertiges Biotop eingeschätzt, habe ein „niederschmetterndes Gutachten“ ergeben, dass das rund vier Hektar große Gelände nicht schützenswert sei, so Bürgermeister Karlheinz Oehler." Mit diesem Satz leitet die Pforzheimer Zeitung am 7.8.2013 ihren Bericht zur Situation bezüglich des Rosensees ein.

Vertreter von Naturschutzorganisationen wie dem NABU Pforzheim und dem OGBW zeigen sich erstaunt, als ich Ihnen diese Information weitergebe. Denn dort, wo die Natur über längere Zeit hinweg sich selbst überlassen wird, findet schon zwangsläufig die eine oder andere seltene und damit schützenswerte Tier- und Pflanzenart ihre biologische Nische, die sie sonst in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft nicht findet.

Mit dem ehemaligen Todesstreifen liefert mir die Bereichsleiterin im Landratsamt (Amt für Baurecht und Naturschutz) selbst ein schönes Beispiel für die Selbstheilungskräfte der Natur, wie sie auch in der ehemaligen Tongrube in Wiernsheim/Pinache zu finden seien. Einige Telefonate später ist aber klar, dass der Antrag auf Unter-Schutzstellung tatsächlich negativ beschieden und damit die Aufschüttung des Areals beschlossene Sache ist.

So der aktuelle Status, der eine Reihe neuer Fragen aufwirft:

  • Ist der Rosensee tatsächlich nur ein ökologischer Scheinriese?
  • Waren die von mir beobachteten Zauneidechsen und Kröten nur Fata Morganen?
  • Gehören die Sichtungen von Eisvögeln und Bienenfängern nur ins Reich der Märchen und Sagen?

{ 1 Kommentare ... read them below or add one }

  1. Nachdem mir das Gutachten mittlerweile vorliegt, kann ich nur sagen: niederschmetternd ist das beim besten Willen nicht!

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